Von Sandburgen und Sinnes-erfahrungen:
Wie nachhaltiges Sandspielzeug unsere Kinder begeistert und fördert
Meine Kinder haben im Alter von etwas über 1 Jahr begonnen, in der Sandkiste… Sand zu essen. 😄 Sie haben wirklich viel davon gegessen und hätten auch nicht aufgehört, wenn ich sie nicht geschnappt und aus der Sandkiste rausgehoben hätte.
Doch damit der Sand überhaupt in den Mund kommt, mussten sie ihn natürlich angreifen - auch das hat ihnen richtig viel Spaß gemacht. Den Sand zwischen den Fingern zu spüren, wie er sich verändert. Dass er durchrieselt, wenn er trocken ist und aneinander klebt, wenn er mit Wasser vermischt wird. Dass man damit werfen kann und es sich unangenehm anfühlt, wenn man ihn in die Augen bekommt. Dass man sich die Haare damit einreiben kann - und dass er sich in der Badewanne wieder runterwaschen lässt (und dort am Boden liegen bleibt).
Spiel & Entwicklung
Dieses haptische Erleben spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern. Sand macht auch basales Empfinden spürbar. Dabei geht es um die Wahrnehmung von körperlichen Empfindungen wie Berührung, Druck und Temperatur, die über unsere Haut aufgenommen werden. Diese Erfahrungen sind grundlegend für die kognitive Entwicklung und schaffen eine solide Basis für das Verständnis der Welt um uns herum. Auch das ist nachhaltig, nämlich für ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Nicht nur in der Montessori-Pädagogik wird auf die Förderung der Sinneswahrnehmungen und die Entwicklung der Feinmotorik gesetzt. Neben den Erfahrungen mit den eigenen Händen im Sand ist auch das Spielen mit Sandspielzeug ein wichtiger Bestandteil, das den Kindern hilft, ihre Sinne zu schulen und ihre Feinmotorik zu verbessern.
Was auf den ersten Blick also wie einfaches Spielzeug aussieht, ist tatsächlich ein wertvolles Werkzeug für die Entwicklung der Kinder. Wenn die Kleinen die Schaufel in den Sand graben und damit ihren Sandkübel befüllen, erfordert das eine präzise Hand-Augen-Koordination, damit der Sand auch dort landet, wo er hin soll. Durch das Formen von Sandburgen oder das Schaufeln von Sand werden die Hand-Augen-Koordination und die Konzentration verbessert. Diese Fähigkeiten helfen bei der Entwicklung von den später benötigten Schreib- und Zeichenfertigkeiten sowie für alltägliche Tätigkeiten wie Knöpfe zumachen und Schuhe binden.
Sandspielen - und zwar nachhaltig
Bei der Entwicklung unseres nachhaltigen Sandspielzeugs haben wir Wert darauf gelegt, nur die wichtigsten Tools in der Sandkiste auszuwählen: eine Schaufel, die auch gut in kleineren Händen liegt, ein Kübel, der richtig viel Sand aufnimmt und eine Schale, in der nicht nur Blumensuppe gerührt werden kann.
Es ist also unbestreitbar, dass (nachhaltiges) Sandspielzeug nicht nur ein einfaches Spielzeug ist, sondern auch eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern spielt. Das Beste daran: es macht unglaublich viel Spaß, alle sind an der frischen Luft und stundenlang beschäftigt (das ist überhaupt das Beste daran)!
Also nichts wie raus in die Sandkiste und
los geht's mit dem Spielen und Lernen!
Wie nimmst du deine Kinder wahr, wenn sie im Sand spielen? Sind sie ganz vertieft und konzentriert oder brauchen sie dich als Spielpartner*in?