vom Kindergarten- zum Schulkind
Ein kleiner Schritt durchs Schultor - und doch ein großer im Leben eines Kindes: der Übergang vom Kindergarten in die Schule.
Wir haben mit Volksschullehrerin Gudrun Federmair darüber gesprochen, wie sich Familien mit ihrem Kind gut auf den Schulanfang vorbereiten können. Hier kommen unsere Tipps und Erfahrungen.
Unsere Gründerin Marianne im Gespräch mit Volksschullehrerin Gudrun Federmair.
M: Der Schritt vom Kindergarten in die Volksschule ist für manche Kinder ein sehr großer. Bei vielen ist die Vorfreude groß - endlich Schulkind :) - bei manchen gibt es aber auch Unsicherheit und Anspannung. Ich persönlich mag den Begriff vom “Ernst des Lebens” in Verbindung mit dem Schulanfang nicht, denn für mich klingt das nicht nach Vorfreude, positiver Spannung und kreativer Fröhlichkeit. Auch wenn ich persönlich durchaus Kritik am bestehenden Schulsystem üben könnte, finde ich es doch zielführender, eine positive Erwartungshaltung an den Tag zu legen und Neuem offen gegenüber zu stehen. Wenn ich meinem Kind gegenüber neutral-positiv von der Schule spreche, gebe ich ihm die Möglichkeit, selbst gute Erfahrungen damit zu machen. Wie können Eltern ihr Kind gut auf den bevorstehenden Wechsel vorbereiten?
G: Ja, das sehe ich genauso. Für Eltern würde ich sagen, dass sie sich und ihr Kind mental auf den Schulanfang vorbereiten können indem sie vorleben, dass sie selbst positiv und mit Neugier auf unbekannte Situationen zugehen und den eigenen Schulfrust nicht aufs Kind übertragen. Auch wenn das nicht immer einfach ist. Also, selbst möglichst positiv und zuversichtlich sein und ganz wichtig: dem Kind zutrauen, dass es das schafft. Das gibt besonders viel Selbstvertrauen, wenn Kinder spüren: die Mama / der Papa traut mir das zu. Ja, genau. So wie es in den meisten Lebenssituationen hilft, Neuem positiv zu begegnen.
M: Hast du auch Tipps, wie Eltern gemeinsam mit ihrem Kind für die Schule “üben” können? Ich meine damit nicht, dass Kinder schon lesen, rechnen oder sonstige Lerninhalte im Vorfeld erarbeiten sollen, sondern eher auf einer übergeordneten Ebene. Zum Beispiel sowas wie die Konzentration zu schulen?
G: Da gibt es vieles, das Eltern im Familienalltag unterbringen können. Als Lehrerin merke ich, dass motorische Fähigkeiten bei manchen Kindern nicht ausreichend ausgeprägt sind. Lasst die Kinder klettern, hüpfen, laufen, springen, … Das ist für die gesamte Körpererfahrung wichtig. Gute Übungen für die Feinmotorik sind zum Beispiel Wäscheklammern zwicken oder Dinge sortieren. Super ist auch im Sand spielen und mit dem Finger etwas in den Sand zeichnen oder auch Kleinigkeiten von einer Schüssel in die andere legen. (Anm.: alle 3 Teile unseres nachhaltigen Sandspielsets eignen sich dafür besonders - wir haben es ausprobiert :))
Auch die Konzentration lässt sich im Vorfeld üben: durch Malen, Dinge im Freien in einer Schale sammeln und dann sortieren oder damit Mandalas legen. Dabei üben sich Kinder in Konzentration und kommen gleichzeitig zur Ruhe. Eine gute Vorbereitung ist es auch, wenn Kinder mehrere Aufträge erhalten und diese dann selbstständig erledigen sollen. Zum Beispiel: beim Anziehen eine Reihenfolge angeben, vor dem Zubettgehen, gemeinsames Kochen und Rezepte ausprobieren: “Bitte hol jetzt den Zucker, dann die Äpfel, dann die Rosinen”. Da ließe sich auch das nachhaltige Sandspielset vielfältig einbauen - die Schaufel ist ja ein super Messbecher für Kinderhände.
M: Das sind sehr hilfreiche Tipps - sie klingen einfach und beruhigenderweise sehr alltagstauglich. Außerdem ist da einiges dabei, das viele Eltern bestimmt sowieso schon machen. Es erleichtert oft auch die Organisation im Familienalltag. Hast du abschließend noch eine Botschaft an Eltern oder Schulkinder?
G: Ja, es ist mir ein großes Anliegen zu betonen, wie wichtig Vorlesen ist! Dabei passiert so viel Schönes! Gemeinsam kuscheln und in eine phantastische Welt eintauchen oder Wissenswertes / Spannendes erfahren - das sind wundervolle gemeinsame Erlebnisse im Kopf! Ganz nebenbei „passieren“ sprachliche Schulung, Förderung von Kreativität und Vorstellungsvermögen und es ist eine wertvolle Möglichkeit die Beziehung und Bindung zw. Mama/Papa/Kind zu vertiefen. Im besten Fall bekommen die Kinder dann so richtig Lust darauf selbst Bücher zu lesen!
fritzi ist nicht nur nachhaltiges Sandspielzeug, sondern kann auch bei den Schulvorbereitungen helfen: als Aufbewahrung für Accessoires, beim Sortieren von Kleinigkeiten und natürlich als Stiftebecher.