Abenteuer Nachhaltigkeit mit Kindern

Hellgraue Wohnzimmercouch im Hintergrund, davor eine schlichte, dunkle Truhe aus Holz, darauf steht eine Kaffeefilterkanne, ein Kaffeeglas mit Henkel, eine weiße, schlichte Tasse und eine dunkle Glasflasche mit einer lachsfarbenen Blume


Die Vor-Eltern-Phase: alles ziemlich entspannt

Revolution im Badezimmer: Oft geht’s auch ohne Plastik

Bevor wir Eltern wurden, war Nachhaltigkeit schon Thema bei uns zuhause. Ich kann gar nicht mehr sagen, womit wir begonnen haben, aber selbstgemachte Deocreme und Seifen standen definitiv auf der Liste. Denn im Badezimmer lässt sich richtig viel Plastik(-Müll) einsparen, wenn man ein paar kleine Dinge adaptiert: festes Duschgel und Haarshampoo (aka „Seife“ 😊) machen dabei schon mal einen großen Teil aus. Zahnputzpulver ersetzt die Zahnpasta in Tuben und Zahnbürsten gibt es aus Holz oder recyceltem Kunststoff.

 

Mode mit Köpfchen

Erwachsenen- wie auch Kinderkleidung lässt sich gut als Second Hand kaufen, da gibt es schon sehr viele verschiedene Anbieter, auch abseits vom klassischen 2nd-Hand-Geschäft. Ich liebe Kleidertauschpartys – da wechselt ein kaum getragenes Teil die/den Besitzer*in und wird zum neuen Lieblingsstück. Das lässt sich auch mit businesstauglichen Kleidungsstücken sehr gut umsetzen. Denn Hand aufs Herz: wer hat nicht ein schönes Kleid, einen Blazer, einen Anzug zuhause, den sie/er nur einmal getragen hat oder der doch nicht so gut passt wie erhofft?

 

Ein Teller voll Nachhaltigkeit

In der Küche und beim Essen achten wir auf regionale Lebensmittel, nach Möglichkeit in Bio-Qualität. Wir machen meist einmal pro Woche einen Großeinkauf, die Einkaufsliste dafür schaut immer sehr ähnlich aus. Wir essen zuhause wenig Fleisch und wenn, dann ausgewählt und zu besonderen Anlässen mit der Familie.

 

Ein Zuhause mit vielen grünen Pflanzen, ein Kleinkind in Rückenansicht lehnt sich an zwei Holzkisten, die mit Büchern gefüllt sind. Im Vordergrund liegt ein helles, teiltransparentes, lachsfarbenes Tuch mit weißen Fransen über einen dunklen Holztisch

fran(*) wächst mit der Herausforderung

Eltern als Vorbild: Lernen, Anpassen, Weitermachen

Das ist alles nicht von heute auf morgen passiert, sondern war ein längerer Prozess. Einen markanten Einschnitt gab auf jeden Fall als wir Eltern geworden sind. Plötzlich kauft man Produkte, von denen man vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Windelberge, Schnuller, Fläschchen, Babygewand, Spielsachen… Und man bekommt auch viele Dinge geschenkt. Der eigene Einfluss auf den Zuwachs an „Dingen“ im Haushalt verschwimmt. Auch der Umgang mit dieser Veränderung ist es wieder ein Lernprozess. „Wie komme ich wieder zurück zu meiner nachhaltigeren Lebensweise?“ Vielleicht gar nicht im gleichen Ausmaß, zumindest nicht so schnell.

 

Spielen mit Sinn

Doch mittlerweile gibt es auch für Kinder immer mehr Produkte auch (!) „in nachhaltig“. Gerade bei Gewand sind die 2nd-Hand Angebote riesig, sei es von Familie, Freunden oder über diverse Shops und Plattformen. In einem bestimmten Alter hatten allerdings ALLE Hosen unserer Kinder löchrige Knie. Da lohnt sich schon die Investition in ein richtig gutes neues Kleidugnsstück - denn für diese Fälle gibt es sehr schlaue Lösungen: super bequeme Hosen („wie ein Pyjama“), die auch noch mitwachsen und quasi unkaputtbare Knie haben (zB die von babbily). Wir lieben sie!

Dann wären da noch Spielsachen… Je kleiner Kinder sind, desto schneller verändert sich ihr Können und damit auch ihr Interesse an anregendem Spielzeug. Die Babyrassel verliert also in der Regel schneller an Bedeutung als das Stofftier. Wie lässt sich die Verwendung von Spielzeug also nachhaltig gestalten?

 

Sandspielzeug für die Ewigkeit

Mit fritzi* nachhaltigem Sandspielzeug folgen wir dabei ganz dem Leitsatz „Ein Produkt ein Leben lang zu verwenden, ist das Nachhaltigste was wir tun können.“ Damit das auch mit Sandspielzeug gelingen kann und tatsächlich Sinn macht, ist ein optisch angsprechendes Design von großer Bedeutung. Auch die Reduktion auf nur wenige Teile, die dabei auch noch unterschiedlichen Funktionen dienen können, trägt wesentlich dazu bei, dass die Nachnutzung realistisch ist. Der Sandkübel wird zum Universalbehälter im Haushalt, die Schale dient zur Aufbewahrung kleinerer Dinge und für die Schaufel finden sich mit der Zeit mehr Anwendungen, als man am Anfang glauben möchte. So wächst fritzi* mit den Kindern mit und begleitet sie ein Leben lang oder wird vielleicht eines Tages sogar von der nächsten Generation weiterverwendet.

 Der grüne Weg: Nachhaltigkeit als stetiger Prozess

Bei all den Maßnahmen, die sich als Einzelperson, Paar oder Familie ergreifen lassen, ist es mir wichtig zu betonen, dass alles ein Prozess ist! Niemand beginnt bei Schritt 10 und den Anfang macht immer erst mal das Bewusstsein dafür, dass jede*r einen Beitrag leisten kann. Egal wie klein der am Anfang ausschaut. Und in dem Wissen, dass wir alle unseren Beitrag leisten können und sollen. Es tut nicht weh, es darf leicht sein.

 

Bewusst nachhaltig: Kleine Schritte – große Veränderungen

Besser 5x die Woche Fleisch mit schlechtem Gewissen (oder sagen wir: nachdenklich) essen, als 3x mit Gleichgültigkeit. Denn Veränderung beginnt im Kopf und funktioniert nur nachhaltig, wenn sie aus Eigenmotivation geschieht.

Wo beginnt eure Reise zu einem nachhaltigeren Alltag? Wie macht ihr das als Person, als Paar oder als Familie? Und was hat sich bei euch mit Kindern verändert?



(*)fran: ist eine geliehene Eigenkreation und inklusive Variante für “man”. Erdacht von einer kreativen Schülerin.

Kinderhandabdruck im Sand
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von Sandkuchen und anderen köstlichkeiten

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Sandspielzeug im Haushalt: Wie fritzi* das ganze Jahr über für Spaß und Ordnung sorgt